Solch ein Schattenspiel
“Und dieses ganze Abenteuer, es ist fast nichts, und doch verwirrt es mich. Man muss sich in acht nehmen, denn Fast-nichts, das ist der ganze Stoff des Daseins. Worte, gehobene Wimpern und gesenkte Wimpern, eine Begegnung am Kreuzweg, ein Gesicht, das einem anderen ähnlich sieht, drei durcheinandergehende Erinnerungen, ein Duft von Sträuchern, den der Wind herüberträgt, ein Traum, den wir vergessen glaubten… anderes gibt es nicht. Solch ein Schattenspiel ist unser Leben und Sterben.”
-aus: “Der Weiße Fächer” von Hugo von Hofmannthal
Dieses Dramolett war mein Lieblingsstück am Theater. Ich mag es, wie fein Hoffmannsthal seine Worte setzt, sie perlen förmlich aus dem Mund, wenn man sie spricht. Der Ausschnitt hier ist von Fortunio, nachdem Miranda ihm auf dem Friedhof stehenließ. Es ist eins meiner Lieblingsstellen in meinem Lieblingsstück und somit kaum zu toppen
Eigentlich wollt ich euch ein Foto von der Bühne zeigen, denn das war etwas ganz Besonderes, aber ich finde die CD mit den Theaterfotos nicht mehr. Wir hatten ein weißes Leinentuch, dass war mindestens 12 m² groß und bedeckte die ganze Bühne. Die Großmutter und später auch Livio agierten unter dem Tuch (das sah gespenstisch aus) und Fortunio und Miranda oben. Dann wurde die Bühne mit farbigen Scheinwerfern beleuchtet und tauchte das Szenario in ein mystisches Licht.


minibar
says:
Also dein Foto hier ist sowas von suuuuperschön. Ich kann mich gar nicht sattsehen. WUNDERVOLL !
Dein Bericht liest sich so fast leichthin, weil dir das Stück so gut gefiel und gefällt.
Du hast das richtig fesselnd geschrieben.
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Nissa
Antwort vom Dezember 11th, 2010 17:25:
Danke dir! Das Foto ist wirklich wundervoll, allerdings ist es nicht von mir, meine Kamera würde sowas gar nicht hergeben. Ich möcht so gern die CD mit den Bühnenfotos wiederfinden, das sind für mich sehr wertvolle Erinnerungen.
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Gudrun
says:
… und ich saß im Zuchauerraum und habe dich spielen sehen. Ich war so ergriffen von dem Zusammenspiel mit deinem Kollegen Miller, dass ich die Tränen nicht zurückhalten konnte. Und ich schäme mich nicht dafür.
Liebe Grüße von der Gudrun
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Nissa
Antwort vom Dezember 15th, 2010 10:56:
Ja, aber das Stück war auch sehr rührend. Ich habe mich der Miranda von Anfang an sehr nah gefühlt, daher konnte ich ihre Lage bestimmt auch ganz gut rüberbringen. Für seine Tränen braucht man sich sowieso nicht schämen, ich freue mich, dass mein Spiel etwas ausgelöst hat, das ist das beste Kompliment.
Liebe Grüße und einen schönen Tag,
Nissa
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Emily
says:
Wie schön du die Szenerie geschildert hast! Ich mußte schlucken…
Das Foto hast du wunderbar dazu gewählt. Traumhaft schön!
Alles Liebe zum Abend, Emily
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Nissa
Antwort vom Dezember 15th, 2010 10:57:
Danke dir, liebe Emily! So ist das mit Dingen, die man liebt, man kann sie am besten beschreiben.
Ganz liebe Grüße an dich,
Nissa
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Emily
Antwort vom Dezember 18th, 2010 20:04:
Ja, da hast du absolut recht…
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mayarosa
says:
Eine wirklich schöne Textstelle. Und ich wünsche dir, dass du deine CD bald findest. Ganz bestimmt findest du sie. Noch vor Weihnachten. LG
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Nissa
Antwort vom Dezember 15th, 2010 10:59:
Hallo Mayarosa,

ja, der Hugo hattes drauf
Gut, dass du so optimistisch bist, dass ich die CD finde. Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich noch suchen soll. Aber vielleicht hast du recht.
Liebe Grüße und einen schönen Tag,
Nissa
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wirrklich
says:
Wundervoll gedichtet hat der Mann. Du hast eine schöne Stelle gewählt.
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Nissa
Antwort vom Dezember 15th, 2010 10:59:
Ja danke, ich habe halt einen erlesenen Geschmack
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Marianne
says:
Das Foto…einfach traumhaft !!
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Nissa
Antwort vom Dezember 15th, 2010 11:54:
Stimmt, mich hat es auch sofort überwältigt
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