Schlafen oder nicht schlafen…
“Mit den acht Stunden, die der Mensch oft schläft, liegt er nach Löwe und Faultier an der Spitze der Langzeit-Penner.”
Vitus B. Dröscher, deutscher Tierexperte
Also nein, kann das wahr sein? Ich bin jetzt seit zwei Stunden wach, habe die Küche sauber gemacht, den Einkaufszettel für nachher geschrieben und die Kater zum Schnurren gebracht, aber Herr M. schläft immernoch. Mannmannmann.
Immer wenn ich ein Schniefen oder Stöhnen höre, lunze ich ins Schlafzimmer, aber vergeblich. Manchmal springen auch die Kater auf ihm rum, aber ich wette, er baut das irgendwie in seinen Traum ein. Anders kann ich mir das nicht erklären, denn ich wache davon immer auf und zwar so wie im Trickfilm mit Augen, die nach Vorne rausschießen.
Überhaupt ist Schlafen gar nicht so einfach, finde ich. Schlafe ich zu wenig, bin ich ein Guten-Morgen-Zombie, schlafe ich zu viel, hab ich Rücken. Schlafe ich gestresst ein (wenn das überhaupt möglich ist), dann wache ich gestresst auf. Seit einer Weile spiele ich noch eine Runde Sudoku vor dem Einschlafen, das macht mich ruhiger.
“Je länger man schläft, je weniger man lebt.”
Sprichwort aus Deutschland
Schlafen ist an sich zwar schön, aber es kann auch nerven. Nämlich dann, wenn man weiß, dass einen am nächsten Tag nichts Gutes erwartet und das Gefühl hat, wenn man jetzt einschläft, wacht man jeden Moment in diesem nächsten Tag auf und muss ihn durchleben. Wenn man in der Zwischenzeit weigstens noch etwas Schönes durchleben könnte, aber nein, man schläft ja. Und wenn ich mit solchen Gedanken einschlafe, träume ich natürlich auch nichts, was mich aufheitern könnte. Mein Unterbewusstsein ist ein schlechter Entertainer, obwohl es doch manchmal Humor beweist. Zumindest kann es groteske Szenarien entwerfen und wenn es nicht meine eigenen Träume wären, würde ich sie vielleicht belächeln.
Früher habe ich sehr viel und sehr gerne geschlafen. Eigentlich wollte ich das Bett gar nicht mehr verlassen, aber als dann meine Ausbildung begann, musste ich es doch. Heute ist es das Gegenteil, vielleicht auch durch die Angst, wieder so viel zu schlafen, wie früher. Trotzdem bin ich zufrieden, denn:
“Vom zu vielen Schlafen hat die Schlange ihre Füße verloren.”
Sprichwort aus Afrika
So, Herr M. ist nun doch erwachet. Bis bald und schlaft gut!

VEB wortfeile
says:
also, wenn ich keine acht stunden habe, läßt meine leistungskraft extrem nach. ober tuckert der gedankenmotor dann mit aussetzern, während er mich kurz vorm einschlafen wach hält. das ging eine ganze zeit lang gut, bis ich migräne mit echten wortfindungsstörungen bekam. jetzt sorge ich dafür, daß ich mein pensum schaffe. sport am abend soll übrigens helfen
.
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Gudrun
says:
Ach was, wenn das Aufwachen wieder mal läner dauert, dann sag Bescheid, liebe Nissa. Ich werde mich schon mit deinen Katern verbünden und dich aus dem Bette quälen. Ansonsten ruh’ dich wohl ein bissel aus. Es ist nicht zu erwarten, dass du deine Füße verlierst. Das geht gar nicht, gar niemals nimmer nicht…
Liebe Grüße, die Gudrun
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Nissa
says:
Hallo Wortfeile,
nun ja, mir reichen schon so sechs bis sieben Stunden. Ich würde manchmal gerne Sport treiben, bevor ich ins Bett gehe, nur besuche ich ja bis 22 Uhr das Abendgymnasium und da bin ich dann meistens knülle. Scheinbar schläfst du jetzt aber ganz gut, zumindest kann ich keine Lücken im Text durch fehlende Wörter entdecken
Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag wünscht,
Nissa
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Nissa
says:
Hallo Gudrun,
ach naja, ich steh ja viel früher auf als ich müsste. Aber ich machen morgens auch viel und wenn ich kaputt bin, bewege ich mit der Geschwindigkeit einer Mumie. Wie schnell auch immer das ist, ich nehme aber mal an, dass sie nicht schnell laufen kann. Oder hat schon mal jemand eine Mumie rennen sehen? Ich schweife ab… danke trotzdem für das Angebot. Mögen unsere Füße für immer am Bein verweilen!
Liebe Grüße und auch dir einen schönen Sonntag,
Nissa
[Antwort]