Hochmut
Hochmut tut selten gut, bzw. kommt vor dem Fall und dies möchte ich mit einem Zitat von meiner Geschichtslehrerin Frau S. belegen:
Cäsar ernannte sich selbst zum Herrscher auf Lebenszeit und lebte fortan nur noch ein Jahr bis eine Gruppe wütender Menschen in trauter Gemeinsamkeit auf ihn einstachen.
Ist das nicht Ironie des Schicksals schlechthin? Da hätte er sich das “Herrscher auf Lebenszeit” auch sparen können, vielleicht hätte man ihn dann nicht erstochen. Und was lehrt uns das? Man sollte immer den wütenden Mob im Hinterkopf behalten, oder man versucht halt einfach kein Diktator zu sein (die meisten schaffen das ja).
Eigentlich war Cäsar vielleicht eher krankhaft herrschsüchtig als hochmütig, aber so wie Wahnsinn und Genie liegt das jetzt gar nicht soooo weit voneinander weg, wie man auf dem ersten Blick meinen könnte. Außerdem gibt es das auch im Kleinen, nämlich, wenn eine Person in der Familie ebenjene dominieren möchte. Sicherlich, wo es hochmütige Menschen gibt, da sind auch Demütige parat, aber ich denke sowas geht selten gut und macht auf keinen Fall glücklich. Oder doch? Gibt es Menschen, die unterdrückt werden wollen und dabei glücklich sind?

Marianne
says:
Ja doch, so etwas gibt es tatsächlich
[Antwort]
Nissa
Antwort vom Januar 25th, 2011 11:30:
Das ist schwer vorzustellen, obwohl, manche Männer gehen ja auch zu Dominas und finden das toll
[Antwort]
minibar
says:
Aber er war es doch auf Lebenszeit!
Wenn es auch nicht lange dauerte….
Wer dermaßen herrschsüchtig ist, derhat natürlich auch Feinde, und gar nicht wenig.
Dass es zum Schlimmsten kommt, muss nicht sein, kann aber passieren. – Wie die Geschichte lehrt.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand als Partner eine Art Herrscher will.
Obwohl – bei der männlich dominierten Welt der Türken z.B. kann ich mir das irgendwie schon denken…
[Antwort]
Nissa
Antwort vom Januar 25th, 2011 12:05:
Klar war er tatsächlich Herrscher auf Lebenszeit, aber das wäre er auch gewesen, wenn er eine normale Periode übernommen hätte. Dieser Lumich!
Ja, in vielen südöstlichen Ländern haben Frauen nicht viel zu melden, angeblich gibt das ja die Religion sogar vor. Das kann man sich aber bestimmt auch passend machen, was im Koran oder sonstwo steht.
Liebe Grüße!
[Antwort]
Gudrun
says:
Über den Artikel musste ich eine ganze Weile nachdenken, weil ich immer nie weiß, wie man das bezeichnen soll, was einem da an überheblichen, selbstherrlichen Menschen begegnet, im engsten Kreis und auch in der Begegnung mit völlig Fremden.
Ich weiß, dass es Menschen gibt, die es als Sport betrachten, andere zu bestimmen, zu kontrollieren… Keine Ahnung, was sie davon haben, aber wenn man das “Spiel” nicht mitmacht, artet es oft in arge Auseinandersetzungen, Mobbing, üble Nachrede… aus.
Wenn man kann, sollte man diesem Typ Mensch meiden. Und ansonsten: Wehren, denn man ist ja nicht dusslig.
Liebe Grüße
und Glückwunsch zum gelungenen Vortrag.
[Antwort]
Nissa
Antwort vom Januar 25th, 2011 12:10:
Ja, du hast völlig recht, aber man darf sich gar nicht einreden lassen, dass man schwach ist. Das stimmt nämlich nicht, aber die Psyche lässt sich da schnell manipulieren, vor allem wenn man denjenigen gut kennt und eigentlich nicht schlechtes denkt, merkt man es erstmal nicht. Ich versuche solche Menschen auch zu meiden, aber bei manchen merkt man das nicht so schnell. Ich hatte mal eine Chefin im Kindergarten, die war auf den ersten Eindruck total nett, vielleicht sogar schon zu nett. Sie hat mir aber durch die Blume immer eingeredet, dass ich mehr machen muss, obwohl ich mir dort schon den Allerwertesten aufgerissen habe für einen Hungerlohn. Aber ich bin ja dann dort weg. Manchmal merkt man es spät, aber es ist nie zu spät zu gehen.
Liebe Grüßelchen in dein Spinnstüberl!
[Antwort]
katerwolf
says:
gefällt mir, wie du dir über dinge gedanken machst. “große” menschen ziehen oft gewalt an, wie uns die geschichte zeigt.
ich muss aber auch an eine ehemals vergeigte lateinarbeit von mir denken, wegen der ich dann letztendlich sitzen blieb. es ging um caesar und einen friedlichen bauern, der seine felder pflügt. caesar hat ihn deswegen gelobt.
meine übersetzung sah dann sah aus: caesar übefiel den feldherrn (haha, statt bauer) und verwüstete seine felder, etc.
alles liebe, katerwolf
[Antwort]
Huffel
says:
Wenn es keine devoten Menschen geben würde, würde es doch auch keine geben, die gerne über sie herrschen und um sich scharen, denke ich, aber ich will weder das eine noch das andere, ich herrsche über mich selbst und ich sage dir, das ist manchmal ganz schön anstrengend…
[Antwort]