Der Wertmensch

Geld als verheißende Muse

Ich lege es in die eine Waagschale

In der anderen jedoch ist nichts

Womit wiege ich auf, was

im Prinzip doch wertlos ist?

 

Geld als verheißende Muse

Ich breite es vor mir aus

Und sauge es gierig ein

Bis es alles verdrängt

Ohne Geld bin ich leer

 

Geld als verheißende Muse

Ich wickel mich darin ein

Bis man nichts mehr von mir sieht

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin

Aber ich kaufe mir einen Traum

This entry was posted on Samstag, 14. Mai 2011 at 09:31 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

5 Comments

  1. MarianneNo Gravatar says:

    Einen Traum kaufen…wenn es klappt, dann verrätst du es hoffentlich.
    Für mich sind Träume nicht käuflich…eben Träume ;-)

    [Antwort]

    ... on July Mai 14th, 2011
  2. GudrunNo Gravatar says:

    Ja, eigentlich ist es tatsächlich wertlos, und es wird Zeit, dass man sich ernsthaft Gedanken macht, andere Wirtschaftsformen als die über das Geld zu finden. Interessante Theorien gibt es da. (Ich habe nicht an Marx gedacht. Nicht dass das jetzt in den falschen Hals kommt.)
    Und während die einen die Druckmaschinen einfach ein bissel schneller laufen lassen, brechen andere zusammen, weil, egal, wie sie sich mühen, ihr Traum nie wahr werden wird.
    Ich steige jetzt auf mein Radl und genieße die Natur da draußen. Das ist zum Glück noch ohne Geld möglich.

    Herzliche Grüße von einer sehr nachdenklichen Gudrun

    [Antwort]

    ... on July Mai 15th, 2011
  3. katerwolfNo Gravatar says:

    jetzt hast du mich nachdenklich gemacht….muss jetzt mal in mich gehen….

    liebe grüße, katerwolf

    [Antwort]

    ... on July Mai 15th, 2011
  4. JanNo Gravatar says:

    Das Gedicht ist sehr gut geschrieben und regt zum nachdenken an.
    Geld an sich ist eigentlich wertlos und wird nach angeblich nach Leistung verteilt. Leider dürfen oder können sehr viele Menschen diese Leistung nicht erbringen und müssen einem Traum hinterher jagen.

    “Money never made a man happy yet, nor will it. The more a man has, the more he wants. Instead of filling a vacuum, it makes one.”
    Benjamin Franklin

    [Antwort]

    ... on July Mai 18th, 2011
  5. EmilyNo Gravatar says:

    Sehr schöne Worte. Ein reicher Mensch ist meist ein armer Mensch mit viel Geld.

    Alles Liebe, Emily

    [Antwort]

    ... on July Juni 5th, 2011

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