Bollerkopf

Oh mann, ich liebe seltsame Perspektiven. Als ich abdrückte sah Noah noch nach vorne und war ganz auf dem Bild, aber durch eine ruckartige Bewegung hat er sich selbst zum Alien deklariert. Man könnte meinen, er bekommt nix zu fressen, aber er mampft uns noch die Falten von der Stirn, wenn wir nicht aufpassen.Ich bin gespannt, wie er sich entwickeln wird, momentan hat er starke Ähnlichkeit mit einem Chiwawa.

Salem dagegen sieht schon fast wie eine fertige Katze aus, zumindest von den Proportionen. Ich denke mal, er wird auch nicht so groß, daher geht er jetzt schon ein wenig in die Breite. Ein großer Dünner und ein kleiner Dicker: vielleicht hätten wir sie Bud und Terence nennen sollen. Übrigens hießen sie im Tierheim noch Heino (Noah) und Oskar (Salem). Heinooo! Also nee, nur weil er ein wenig albinohaft dreinschaut, ist das doch kein Grund ihn als Heino abzustempeln. Das Albinotum hat aber auch Vorteile: Wenn mir langweilig ist, zähle ich die durchschimmernden Adern in seinen Ohren. Wer hat das schon? Bisher bin ich aber nicht weit gekommen, denn seine Ohren bewegen sich permanent, selbst wenn er vermeintlich schläft.



Wie die Birnen in die Palme kamen

Letztens dachte ich so über meine ‘alte’ WG nach und da fiel mir eine Geschichte ein, die ich wohl nie vergessen werde.

Auf meinem iPhone gibt es ein Programm, das heißt Photoswap. Man macht ein Bild und sendet es ab, dann sucht das Programm per Zufall einen anderen Benutzer, der auch gerade ein Bild losgeschickt hat. So tauschen zwei völlig fremde Personen ihre Bilder aus. Da man keinen Account hat und auch durch keine Suchfunktion gefunden werden kann, bleibt man zwangsläufig anonym. Man kann auf Bilder, die man bekommt antworten, tut man das aber nicht sofort findet man den anderen nie wieder.

So viel dazu. Es trug sich nun zu, dass ich unter dutzenden Fuß- und Fusselbildern mal ein interessantes Bild zugeschickt bekam. Es war ein Kuscheltier, welches mit der Fernbedienung vorm Fernseher saß.

Ich fand das lustig, suchte auch ein Kuscheltier und drapierte es mit einem Kochlöffel vor den Kochtopf. Einige male ging das mit meinem Fotopartner noch hin und her bis mir allmählich die Ideen ausgingen und so ging ich ins Bad um einen neuen Ort für mein Kuscheltier zu finden. Da ergab es sich, dass dort eine kleine Palme stand und ich die Idee hatte, dass ich die alten Birnen in die Palme legen könnte und das Kuscheltier von unten an der Palme rüttelt. Um das Bild aufzupeppen stellte ich Eier in Klopapierrollen. Nun ja, was soll ich sagen, es war auch schon ziemlich spät und nach dem Foto war ich so müde, dass ich nur noch ins Bett wollte. Als ich mich bettfertig machte, hatte ich das Gefühl ich hätte was vergessen, ignorierte dieses Gefühl aber sofort.

So. Ich schlief also den Schlaf der Gerechten und am nächsten Tag bin ich brav auf arbeit gegangen. Und dann…bekam ich eine SMS von meiner Mitbewohnerin:

“Hallo Kleines, im Bad liegen alte Birnen auf der Palme, da sind schon Fliegen drauf, hab sie mal weggeworfen.”

Oha, ich wusste, da war noch was. An der Art der Formulierung ahnte ich, dass sie sich nicht sicher war, ob ich nicht tatsächlich und ernsthaft versucht habe zu dekorieren. Leider war ich zum Zeitpunkt der SMS bei einer Besprechung, ich konnte also nicht antworten. Vielleicht war es die Angst, dass sie auch die Eier in den Klopapierrollen finden würde, vielleicht war es auch die Anstrengung ein lautes Auflachen zu unterdrücken, Fakt war, dass mir der Schweiß den Rücken runterrann.

Es war nähmlich auch so, dass wir noch nicht lange zusammenwohnten und ich ihr nicht das Gefühl geben wollte, dass die Wohnung bald völlig mit alten Nahrungsmitteln dekoriert sein würde. Zwar kannten wir uns schon recht lange, aber da ich manchmal etwas sorglos mit meinen Gehirnwindungen umgehe und auch ein wenig schusselig bin, kam es schon so manches mal vor, dass ich als etwas verwirrt eingestuft wurde, allerdings auf eine liebevolle Art und Weise.

Es kam mir ewig vor, aber die Besprechung war irgendwann vorbei. Ich hätte hinterher kein einziges Thema wiedergeben können, denn meine Gedanken waren bei Eiern und Birnen verblieben. Natürlich griff ich sofort zum Telefon und rief meine Mitbewohnerin an. Ich erklärte ihr die ganze Sache und sie war sehr erleichtert, denn wie ich schon richtig geahnt hatte, zweifelte sie an meiner geistigen Gesundheit. Und dabei hatte sie die Eier noch nicht mal entdeckt…



Mein Wasserproblem

Mir ist es schon ein paar Mal passiert, dass ich mir ein Glas kaltes Wasser eingießen wollte und meine Hand unter den Wasserstrahl hielt um zu testen, ob mein lecker Getränk aus der Leitung auch wirklich angenehm kühl ist. Das Wasser läuft und läuft und wird einfach nicht kalt.

Unsinniger Weise denk ich mir so: ” Mensch, hat hier jemand das kalte Wasser abgestellt?”, aber schmunzelnd fällt mir auf, dass dann gar kein Wasser da wäre. Nach einiger Zeit des brüskierten Wartens merke ich dann, dass meine Hand einfach kälter ist als das kalte Wasser. Nachdem mir das aber ein paar mal passiert ist, fällt es mir immerhin von mal zu mal früher auf. Vielleicht sollte ich mir eine Notiz über die Spüle hängen: “Wenn du die Temperatur des Wassers testest, nimm nicht dein kältestes Körperteil.”

Warme Hände führen folglich zum Sparen von Ressourcen. Dies werde ich meinem Freund auftischen, wenn er das nächste mal meckert, weil meine eiskalten Händchen rüberwandern. Was tut man nicht alles der Umwelt zuliebe! :)



Oh du mein Bubikopf

Liebster Bubikopf,

du bist wirklich wunderbar. Du hast schon eine ganze Weile bei mir überlebt und siehst sogar noch wundervoll aus. Deine prächtige Mähne wallt über den Rand des Topfes und ich freue mich auf den Moment, wenn ich dich neu frisieren darf.

Aber bis dahin dauert es noch eine Weile und ich schaue regelmäßig in dein Töpfchen, ob du schon ausgetrunken hast, denn ich weiß, du möchtest dein Wasser gern von unten.

Meistens stehst du auf meinem Regal über dem Schreibtisch, denn die zwei Kater haben dich auch unheimlich gern. So gern sogar, dass sie dich zerpflücken würden. Du bist ein zarter kleiner Kerl, direkte Sonne würde dich glattweg verbrennen. Auch deshalb stehst du nur selten am Fenster, aber ich weiß, du bist damit zufrieden.

Zuerst wurdest du auf Korsika entdeckt und das finde ich erstaunlich. Ist es dort nicht ganz schön warm für dich? Aber du begnügtest dich ja im Schatten von Bäumen, dort war es sicher auszuhalten. Bestimmt haben sich viele Käfer in deinen feinen Blättern ausgeruht.

Ich freu mich, dass du bei mir bist und pass auch immer gut auf dich auf!

Deine Pflanzenmutti :D



Aktion: Rettet die Eichhörnchen

Für die Eichhörnchen von Emily!

Falls es vergessliche und orientierungsfreie Eichhörnchen gibt, brauchen sie Unterstützung!



Strom sparen

Bei Grünspar habe ich eine Bloggeraktion erspäht und möchte mich da mal gleich einreihen und darüber schreiben, wo ich Möglichkeiten sehe, Strom zu sparen.

Das Thema beschäftigt mich schon eine Weile, vor allem immer dann wenn ich Post von den Stromwerken bekomme und Geld nachzahlen muss. Da ich alle Glühbirnen schon in Energiesparlampen ausgetauscht habe, steht das nicht mehr zur Debatte. Anmerken will ich aber noch, dass die ziemlich hässlich sind und überdies auch noch Quecksilber enthalten, aber ok… dafür spar ich Strom. Und ich hab immer einen Deckel auf dem Topf, wenn ich koche. Das ist noch ein Pluspunkt für mich :)

Was könnte ich noch tun um Strom zu sparen? Als erstes sehe ich da Potential in der Computernutzung. Mein Comp ist oft und lange an und ich muss zugeben, dass ich auch manchmal weggehe und zum Beispiel Essen mache ohne ihn herunterzufahren. Zumindest den Monitor könnte ich aus machen.

Was noch? Hm. Mal sehen, wie ist das mit dem Licht? Hab ich nur in Räumen an, in denen ich mich aufhalte. Waschmaschine und Geschirrspüler sind immer voll, wenn ich sie anmache. Backofen habe ich sowieso noch nie vorgeheizt. Mir war noch nie klar, warum man das machen soll. Meine Brötchen haben sich darüber auch noch nie beschwert.

Also ich finde, ich bin schon recht sorgsam. Und meinen Computer schalte ich in Zukunft aus, wenn ich etwas anderes tue. Oder fällt euch noch etwas wichtiges ein?



Im Herzen der Natur

Im Wandel der Gezeiten trifft Holz auf Stein

Wachstum triff auf Starrheit und ich weiß,

da herrscht nicht eine Spur von Rivalität

So hält sich alles die Waage -

ein Fuchs geht auf die Jagd,

während ein fahler Mond im Rauschen

der Wellen eines Sees untergeht

Der Wind reißt wahllos Zweige ab vom

stärksten Baum und raschelnd fallen sie

auf immergrünes, schlafverliebtes Moos

Hier ist die Welt zu Ende und hier

beginnt sie freudig einen neuen Lauf

- ewig träumend -

Im Herzen der Natur


Weil mir heute so langweilig ist, habe ich in alten Gedichten gewühlt. Dieses hier (naja, es ist mehr ein Fragment) hab ich im März 2009 geschrieben, ist also gar nicht so lange her. Kommt mir vor, als läge ein ganzes Leben dazwischen, aber gut, es hat sich halt auch viel verändert. Trotzdem finde ich es immer schön in alten Notizen und Schreibereien rumzuwühlen. Nostalgie pur!  Und komischerweise kann ich mich meistens an den Anlass erinnern, obwohl ich ein recht schlechtes Gedächtnis habe. Ich weiß nicht mal mehr, was ich vorgestern gegessen habe… :D



Sonntage

Sonntage sind schon was Seltsames. Vor allem, wenn es draußen so trübe aussieht, wie heute. Da möchte man gar nicht aus dem Fenster sehen.Ich bin an solchen Tagen immer sehr lustlos, aber dann überwinde ich den inneren Schweinehund. Demzufolge habe ich heute morgen aufgeräumt und geputzt, dann ein spätes Frühstück mit meinem Freund genossen und danach Hausaufgaben gemacht.

In Französisch sollte ich über meine Sommerferien schreiben. Da ich nix gemacht habe, außer zu arbeiten und in der letzten Woche zu gammeln, habe ich mir was ausgedacht. Mein Gehirn kam ganz schön in die Predouille (schönes Wort) ob des Passé Composés, welches ich ja nun mehr acht Wochen nicht mehr benutzt habe.

“Wie war das? J’ai été? … Sieht komisch aus!”

Naja, hab’s dann doch irgendwie auf die Reihe bekommen, obwohl manche Sätze wohl etwas zermürbt sind.

Jetzt bin ich mit allem fertig und weiß nix mit mir anzufangen. Mein Freund sitzt noch an seinen Geschichtshausaufgaben, den nerv ich wohl mal lieber nicht, muahaha. Die fünf Kater haben sich verkrümelt und schlafen, kann ich auch nicht angiegeln. Fernsehen? Nö. Lesen? Keine Lust.

Schlimm heute mit mir, da könnte vor mir ein Ufo landen und ich würde nur gelangweilt mit den Schultern zucken. Naja, soll’s geben, solche Tage. Unter der Woche kann man sich kaum retten vor Dingen, die erledigt werden müssen, Samstag ist so ein Übergang an dem man runterkommt und Sonntags überrollt einen dann die Aufgabenlosigkeit. Aufgabenlosigkeit, was ne blöde Wortschöpfung. Haha. Ich hör lieber auf mit schreiben, bevor mir noch sowas einfällt. :D



Die Seele

Es ist schon rätselhaft, wie das mit unserem Gehirn funktioniert. Oft handeln wir schneller als unser Gehirn Impulse zum Handeln aussenden kann. Zum einen betrifft das sicherlich mechanische Impulse, die so routiniert sind, das wir etwas tun, bevor uns bewusst wird, das wir es tun. Aber es sind auch andere Entscheidungen, plötzliche Eingaben und Intuitionen, die offenbar nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus getroffen werden. Aber was ist da im Bauch drin, das scheinbar mehr Einfluss als unser logisch denkender Kopf hat?

Seele als inneres Drehbuch

Immer mehr Wissenschaftler glauben an eine Existenz der Seele, gleichbedeutend eines inneren Drehbuches. Man tut etwas, weil man weiß, dass es richtig ist und handelt dabei jedoch einfach nur nach vorgefertigten Lebenszielen. Wissenschaftler stellen sich deshalb die Frage, ob es den freien Willen überhaupt gibt. Für mich gibt es den, denn wer soll meine Lebensziele denn in meiner Seele festgehalten haben? In dem Moment wo ich reagiere, bin ich sicherlich nicht frei, aber in den vielen Momenten, in denen ich mich weiterentwickele und somit meine Seele auch (sie kann ja nichts statisches sein, mMn), ändere ich mein Drehbuch und habe somit Einfluss auf mein Leben.

Jeder Mensch handelt nach einem Denkmuster, festgelegt von Erlebnissen, Prägungen aus der Kindheit und Jugend und eigenen Veranlagungen. Ohne dieses Denkmuster wären wir nicht fähig zu bewerten und zu entscheiden, wir wären permanent verwirrt, weil wir selbst alltägliche Situationen und Erlebnisse nicht einordnen könnten. Auf der einen Seite brauchen wir dieses Muster, auf der anderen Seite sind wir darin gefangen. Jeder weiß, wie schwer es ist aus solchen Mustern auszubrechen. In einem Buch habe ich etwas Interessantes gelesen: Man soll nur mal versuchen den Hörer des Telefones mit der anderen Hand als der üblichen aufzunehmen und das über einige Tage. Selbst diese simple Veränderung bedarf viel Kraft und vor allem Bewusstsein. Denn nur wenn wir uns unserer Taten bewusst sind, können wir sie steuern.

Diese Denkmuster bestimmen zwar was wir tun, nicht aber, ob wir etwas tun. Für mich klärt das auch, ob Kriminelle etwas für ihr handeln können oder nicht. Ihre Muster mögen ihnen ihr Handeln vorgegeben, aber ob sie ihren kriminellen Impulsen folgen oder nicht, entscheiden sie bewusst. Das ist genauso, wie wenn jemand mit dem Rauchen aufhört: Der Drang zu rauchen wird lange da sein, aber ob man ihm folgt oder wiedersteht, liegt bei jedem selbst.

Die Seele und das Ich

Bedürfnisse der Seele ziehen sich durchs ganze Leben, sie sind allgegenwärtige Sehnsüchte, denen zu folgen gut tut. Bedürfnisse des Ichs sind eher kurzlebige Wünsche nach Genuss, Besitz und Erleben. Schache schreibt: “Eine echte Sehnsucht ist der Ruf der Seele. Den Wünschen der Seele zu folgen fühlt sich gut an.” Diese Wünsche sind permanent vorhanden, so lange bis wir ihnen nachkommen. Danach ist dieses Erlebnis sozusagen abgearbeitet und etwas neues zieht uns in den Bann, denn “die ständige Fortentwicklung der Persönlichkeit sei der Sinn der Seele”.

Die Seele im Kind

Psychologen wie Arno Grün und Rüdiger Schach sind sich sicher, dass eine Prägung der Seele nach dem zehnten Jahr abgeschlossen sei. Sie sagen aber auch, dass ein Neugeborenes nicht als “unbeschriebenes Blatt” auf die Welt kommt und dann von der Umwelt geprägt wird, sondern seine Anlagen von Geburt an besitzt. Ob wir uns mit uns selbst im Einklang befinden hängt danach stark davon ab, ob wir uns als Kind ausleben durften, oder ob wir uns anpassen mussten und somit unsere eigene Seele verleugnet haben. Fakt ist aber auch, dass diese “Kinderseele” nach dem zehnten Lebensjahr nicht einfach weg ist. Wir werden sie ein Leben lang in uns haben, mit all ihren Ängsten, Freuden, Hoffnungen und Träumen, deshalb sollte man sein inneres Kind bis ins Alter hinein pflegen.

Wen das Thema interessiert, dem möchte ich zwei Bücher empfehlen: Arno Grün “Der Verrat am Selbst” und Hoimar v. Ditfurth “Der Geist fiel nicht vom Himmel”. Angelehnt ist dieser Artikel an den Bericht “Der Sinn der Seele” aus der Zeitschrift PM 9/2010.



Don Carlos

Weil meine Schwiegereltern im Urlaub sind, passen wir bis Montag auf drei riesengroße Kater auf. Einer davon ist Carlos und… nunja, ich fürchte er hält sich für einen Pascha. Er tront auf dem Fensterbrett und faucht in regelmäßigen Abständen unsere kleinen Kater Salem und Noah an. Unsere Katzenkinder sind aber trotzdem sehr neugierig und kommen immer mal gucken, schleichen dann aber rücklings davon, denn so ein fauchender Riese ist schon ein wenig gruselig.

Fünf Katzen in einer Wohnung sind schon sehr anstrengend und vor allem, wenn sich alle fünf entschließen ins kleinste Klo zu kacken. Vier Klos haben die nun, aber nein, es muss das kleinste Katzenklo im Bad sein, welches dann natürlich fast überquoll heute morgen. Das soll mal einer verstehen :)